Wirtschaftlichkeit 5 Min. Lesezeit
Wann lohnt sich eine Kleinserie im 3D-Druck gegenüber Spritzguss?
Ein technischer und wirtschaftlicher Vergleich ab welcher Stückzahl additive Fertigung die Nase vorn hat.
### Die wirtschaftliche Entscheidung im B2B-Umfeld
In der Produktentwicklung und bei Vorserien steht man regelmäßig vor der Frage: Ab wann lohnt sich der Werkzeugbau für den klassischen Spritzguss – und bis zu welcher Stückzahl ist die additive Fertigung im 3D-Druck überlegen?
1. Werkzeugkosten als entscheidender Fixkostentreiber Ein Spritzgusswerkzeug erfordert je nach Geometrie, Schiebern und Oberflächengüte Investitionen zwischen 8.000 € und über 40.000 €. Diese Fixkosten müssen auf die Gesamtzahl der produzierten Bauteile umgelegt werden. Beim FDM-3D-Druck entfallen Werkzeugkosten zu 100 %. Die Fertigung startet direkt ab der 3D-CAD-Datei.
2. Stückzahl-Break-Even-Analyse - **1 bis 500 Stück**: Der FDM-3D-Druck ist wirtschaftlich unschlagbar, da keine amortisierungsbedürftigen Werkzeuge existieren. - **500 bis 2.000 Stück**: Abhängig von Bauteilvolumen, Komplexität und Änderungsrisiko liegt hier der Übergangsbereich. - **Ab 2.000+ Stück**: Bei unveränderlichem Design und hohen Stückzahlen greifen die Skaleneffekte des Spritzgusses.
3. Flexibilität bei Konstruktionsänderungen Ein wesentlicher Vorteil der additiven Fertigung liegt in der Anpassungsfähigkeit: Tritt nach den ersten 50 Bauteilen ein Änderungswunsch auf (z. B. geänderter Sensorsitz), wird das CAD-Modell angepasst – ohne teure Werkzeugänderungsschleifen.
Haben Sie Fragen zu diesem Thema?Sprechen Sie persönlich mit unseren Fertigungsexperten in Neunkirchen.
Projektanfrage starten